"Der Gedanke ist das Gedachte des Denkens." Noch ein Zitat, noch ein James, noch einmal: ein Brite. Erlaubt mir diesen Topf, trotz völlig anderer Schublade.
Mittwoch, 17. Juni 2009
Dienstag, 16. Juni 2009
Wird es reichen?
Offenbar genügt es einfach nicht, das Richtige zu denken, zu meinen, zu unterstreichen. Man muß es auch noch auf einem Silbertablett servieren. Doch auch dieses soll blankgeputzt, makellos sein. Auch der Inhalt: bloß nicht zu heiß, und ja nicht zu kalt. Beides verbrennt, wird vehement weggestoßen, empört von sich gewiesen, fliegt Einem in flachem Bogen um die Ohren, erreicht, scheinbar relativitätsgebunden, die kritische Masse von Beleidigung, Verletzung, Vorwurf. Waffen werden gezückt, eben nur scheinbar begraben, in Wirklichkeit stets griffbereit unter dem Schleier der Zuneigung ("Ein süßes kleines Nichts, das Sie da beinahe anhaben!"). -*puff*- und weg ist die ohnehin verletzliche Ahnung vom Miteinander, das sensible Gleichgewicht, jene sanft vibrierende Welle, die mühsam aufgebaute Resonanz. Liebe. Liebe ist wieder einmal aufgeschoben. Bis morgen, vielleicht. Aber wird es dann reichen?
Montag, 16. März 2009
And death shall have no dominion.
Und all die Hetzer, Giftverspritzer, Geiferer und Neider werden hier nicht etwa auf taube Ohren stoßen. Alles reaktionäre (sic!) Gesindel kann sich sicher sein, dass dümmliche Diskretion nicht zu meinem Arsenal gehört, und himmelschreiender Ignoranz stets mit vehementer Entschlossenheit begegnet wird.
Obwohl, an welche Ebene des Denkens kann appeliert werden, wenn Menschen sich stolz und zuallervorderst als "Steuerzahler" bezeichnen, sich blind festhaltend an dem Bisschen aufgemalter Sicherheit, das ihnen so unverschämt dilettantisch vorgegaukelt wird?
Doch dulden werde ich es sicher nicht.
And death shall have no dominion.
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Hatred
Donnerstag, 12. Februar 2009
Наша Russia.

Interessante Feststellung. Der russische Geist neigt, erfahrungsgemäß, persistent zu der Überzeugung, das Leben spiele ihm übel mit. Der sprichwörtliche Stein des Weltschmerzes lastet schwer auf seinen ohnehin von Peitschenhieben der Unterdrücker zerschundenen Schultern. Dem felsenfesten Glauben frönend, der Rest der Welt habe ihn gar nicht lieb, verbeißt man sich in diese, frei nach Zadorny, selbstauferlegte "heilige Mission", resigniert gegenüber der kosmischen Ungerechtigkeit und leckt seine Wunden in stolzer Einsamkeit, wissend, daß man von niemandem Verständnis erwarten darf.
Ob Dima Medvedev diesen edlen Makel teilt, bleibt dahingestellt. Sein Musikgeschmack ist bekanntlich nicht von schlechten Eltern.
"Stupid bastards and religious freaks. So safe in their castle keeps. They turn away as a mother weeps. Under the gun."
Deep Purple - Under the Gun
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Music Will Save The World
Mittwoch, 5. November 2008
Dienstag, 4. November 2008
Resurrection.
So kommt es, beizeiten, dass fremde Aktivität die eigene zu induzieren vermag. Resonanz, vermutlich, geboren aus Gelesenem, also Geschriebenem (gebloowggtem, laut Hank Moody). Aufgekratzt von fremd-Formuliertem, dritt-Gustiertem, abseits-Gedachtem. Rückgeführt zu Eigenem, Beigelegtem, Verworfenem.
Ein Freund, vor Monaten:"Aus deinem Nicht-Bloggen schließe ich, daß es dir gut geht." Räumte der Lizard auf diesen Seiten seinem Unmut, seinem Unbehagen, seinem pesönlichen Unheil einen Platz ein? Dem wird wohl so sein. Hat sich etwas geändert? Hat Aussöhnung dem kraterübersäten Testgelände meiner Seele ihren Schleier des Friedens übergeworfen? Mitnichten. Wohl eher ist dies (mea culpa) ein alltäglicher Fall schlichter Vernachlässigung. Faul ist er, der Lizard. Träge. Bequem. Ein Höhlentier eben. Doch nicht etwa erste Anzeichen des gefürchteten FFMS-Syndroms? Dafür ist er doch wohl nicht betagt genug.
Der Lizard kriecht aus seiner Höhle, blinzelt irritiert der Herbstsonne entgegen, streckt die schuppigen Glieder, leckt beiläufig über´s Aug´ und atmet genüsslich und neugierig die feuchte Brise, schmeckt die von ihr dahergebrachten fremden Sehnsüchte, süsse Hoffnungen, bittere Ängste. Das Sein.
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Synergies
Dienstag, 6. Mai 2008
Freitag, 2. Mai 2008
Leben.
Der Jahre eine Handvoll, umspiele ich sie wie Perlen, ihrer wahren Bedeutung ungewiss, ihrer Facetten Glanz leicht dümmlich zu kategorisieren suchend. Welche sind der Worte würdig? Und welche Worte - ihrer? Fäden, schwer zu entwirren, voller Richtigkeit, voller Selbstverständlichkeit, doch auch angereichert mit Doppeldeutigkeiten, mit unausgegorenem Zukunftspotential. Jeder Rückschlag erweist sich als Fortschritt. Ansichten werden verfeinert, Absichten verinnerlicht, Vor- und Rücksicht ausgebaut. Manche Freunde erweisen sich als keine, andere als Neue, Neue fühlen sich altbekannt an, und man nimmt das alles an, voll Dankbarkeit, wenn man denn kann.
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Satori
Donnerstag, 17. April 2008
Turbulenzen.
Und dennoch lächeln wir bei diesem Gedanken, baden uns im Licht der Selbstverständlichkeit, unser Streben nach Kontrolle und der Vorherrschaft des "Freien Willens" einen süssen und erleuchteten Augenblick lang fallen lassend. Mehr empfindend als wissend um unsere einzig wahre, bezeichnend menschliche Fähigkeit - die Erkenntnis von Zeit - aber auch um den mit jener Erkenntnis einhergehenden Fluch - die Angst vor dem Ende der erkennbaren, erlebbaren Zeit, bei aller gepflegten, permanenten Kontemplation der Unumstösslichkeit, der Ewigkeit, der Unsterblichkeit des alles umfassenden Ich.
Das Genom, die rebellische Verbindung, plump "Desoxyribonukleinsäure" genannt, das ultimative Speichermedium, das sich vor 4.000.000.000 Jahren schließlich über Das Chaos und den Ihm unterworfenen, brach liegenden energetischen Überfluss (in seinem binären Determinismus auf das konsequent systematische, stets rationale Abklappern unzähliger Kombinationen wiederum unzähliger - weil in ihrer Gesamtheit homogener - Frequenzbereiche fixiert) auferlehnte...
Es muß (ein hier adäquates "Muß", allein schon auf Grund des bloßen Erfolgs), da durch das so oft (wie oft? 10 hoch...mmhh... tja... keine Ahnung... die größten, futuristisch anmutenden, Gefrierpunktgekühlten High-End-Server-Arrays mit scheinbar unerschöpflicher Kapazität der Datenerfassung und -verarbeitung muten im Vergleich zu diesen Datenmengen wie der gute alte Abacus an) angewendete Ausschlußprinzip aus dem Gefüge der Realität herausgemeißelt, eine "absolute" (jedoch nicht unbedingt einzigartige, das Absolute wird bereits durch den ausgelösten Dominoeffekt der Evolution erfüllt, das Gefüge des Chaos durchbrechend) Konzeption einer nicht nur einfach über dem Chaos stehenden, sondern aus diesem evolvierenden, das Prinzip des permanenten Zerfalls als treibende Kraft der Kreation nutzende, Struktur dastellen, das Chaos wie eine alles durchdringende, kosmische Welle reitend. (sorry für die Verschachtelung)
Denn sie ist jene, die durch die Raumzeit schwimmt, sich an die Gesamtheit ihrer Gesetze anpassend, sich den Strömungen und Turbulenzen der Realität vollständig unterwerfend, über den Zahn der Zeit hinweg Korrekturen an sich selbst vornehmend, allein Kraft des permanenten, unfassbaren, natürlichen schöpferischen Prozesses, der allaugenblicklich jede der modularen Eigenschaften eines jeden Replikationsprodukts auf ihre Wirksamkeit, d.h. de facto: auf ihre konzeptionelle Nähe zur Natur des Kosmos hin, getesten; jene Struktur, die mit Gänsehaut erzeugender Eleganz dem Wind des Universums entsprechend die Segel setzt, seine schier unvorstellbar vielfältigen Energien für die Aufrechterhaltung jener Wirbel nutzend, die wir, innerhalb der sehr engen Grenzen unserer Wahrnehmung gefangen, als Mensch, Schmetterling, Kaktus oder Amöbe erkennen... jedoch nicht als das, was jede dieser Strukturen darstellt, nämlich lokale Fluktuationen, Anomalien innerhalb der Raumzeit, mit dem Universum interagierende Quasiwirbel komplexer Natur, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Stäbilität erlangen, erhaben über dem alles zermalmenden Fluß der Realität, und zu verschwindend kurzen Augenblicken temporärer Ruhepole werden, Inseln im Meer der Entropie, bevor sie wieder spurlos zerfallen, überwältigt von der alles zermürbenden Kraft der Entropie.
Eine dieser Fluktuationen bin Ich. Energie strömt durch mich hindurch und erhält mir meine Existenz, solange ich meinen Platz innerhalb der Realität behaupte, i.e. LEBE. Wiederum sichert der Energiefluß die Aufrechterhaltung der Anomalie meines Ich, mitsamt aller für mein Leben bezeichnenden physikalischen Eigenschaften, solange die dafür erforderlichen Energieumwandlungsprozesse in relativer Harmonie vonstatten gehen, keine Staus verursachen, die zum Kollaps führen könnten. Der Erhalt meines Lebens basiert auf ständiger Replikation der "Ausgangsformel" meiner Existenz; jeder kleinste, Stoff(Energie)wechsel betreibende Teil meiner selbst ist mit dem Superalgorithmus meines Seins ausgestattet. Das Ergebnis ist eine komplexe Einheit, die im Einklang mit dem Code der Ich-Anomalie besteht und symbiotisch an sie gebunden ist. Die Aufrechterhaltung des Wirbels ist meine Lebensaufgabe, dabei ist meine Existenz die zwangsläufige Konsequenz der Entstehung der Anomalie. Die Erhaltung wiederum hat nur ein Ziel. Obwohl "Ziel" hierbei unangemessen erscheint. Es ist vielmehr die Möglichkeit, die zu ergreifen mir freisteht, jedoch mit einem, sagen wir mal, "evolutionsmoralischen" Beigeschmack.
Zwei komplementäre Anomalien können nämlich das energetische Potential für das "Entzünden" einer Dritten erreichen. Diese vereint strukturelle Eigenschaften beider Ursprungswirbel in sich, deren selektive Permutation ein weiteres Glied in der Kette jenes unaufhörlichen Kompatibilitätstests schafft, auf dem Weg zum "ultimativen" Wirbel, dessen Beschaffenheit schließlich der Struktur des Universums in absoluter Perfektion nachempfunden sein wird. Vorausgesetzt, wir schlagen uns nicht vorher gegeseitig unsere dummen Schädel ein.
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Satori
Samstag, 23. Februar 2008
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