Samstag, 10. September 2011

Владимир Семёнович Высоцкий




Folge hier mal freizügig dem Metrum, wörtlicher Weise...




Reisse aus, strapaziere die Sehnen.
Doch ist heute wie gestern genau.
Sie umzingeln mich. Sie umzingeln. 
Lustig treiben sie mich bis in den Tod.

Von den Schatten der Tannen verborgen
Lassen Jäger die Schrotflinten los,
Wenn im Schnee sich winden die Wölfe-
werden plötzlich zu lebendem Ziel.

Denn es ist Jagd. auf Wölfe Jagd, ja, es ist Wolfsjagd!
Auf graue Räuber, stolz, aber auf Welpen auch.
Der Treiber heiser Schrei,
Der Hunde bellend Röcheln,
Das Blut im Schnee, der Fähnchen Flecken helles Rot.
 
Stark und schnell sind Beine und Kiefer-
Warum also, Anführer, sag,
Laufen blind wir dem Schussknall entgegen,
Hinterfragen wir nicht das Verbot.
 
Offenbar kann der Wolf gar nicht anders.
Sieh, hier endet wohl gar meine Zeit.
Jener, dem ich wohl vorbestimmt bin,
Grinst mich an und hebt das Gewehr.
 
Und so ist Jagd, der Wölfe jagt, ja, es ist Wolfsjagt!
Auf graue Räuber, stolz, aber auf Welpen auch.
Der Treiber heiser Schrei,
Der Hunde bellend Röcheln,
Das Blut im Schnee und roter Fahnen helles Rot.
 
Dies hier Spiel entbehrt jeder Fairness.
Und doch zittert des Jägers Hand nicht.
Unsre Freiheit begrenzt durch die Fähnchen,
Drückt sie ab, überzeugt und gezielt.

Wölfe folgen den Traditionen.
Offensichtlich, blind wie sie sind,
Saugten Wölfchen an ihrer Wölfin
Und bekamen: der Fähnchen Gesetz.
 
Und so ist Jagd, der Wölfe Jagd, ja, es ist Wolfsjagd
Auf graue Räuber, stolz, aber auf Welpen auch.
Der Treiber heiser Schrei,
Der Hunde bellend Röcheln,
Das Blut im Schnee, der Fähnchen Flecken helles Rot.
 
Ich bin jener Dienerschaft flüchtig,
Durst des Lebens, den Fahnen entsagt,
Bloss von hinten vernahm ich euphorisch
Menschen, schreiend, verblüfft und erstaunt.

Reisse aus, strapaziere die Sehnen.
Doch ist heute so anders wie nie.
Sie umzingeln mich. Sie umzingeln.
Doch gehn heute die Jäger leer aus.
 
Es ist die Jagd, der Wölfe Jagd, ja, es ist Wolfsjagd!
Auf graue Räuber, stolz, aber auf Welpen auch.
Der Treiber heiser Schrei,
Der Hunde bellend Röcheln,
Das Blut im Schnee, der Fähnchen Flecken helles Rot.





(Das musste einfach einmal sein, weil weit und breit keine deutsche Übersetzung zu haben. Apropos, wer schon mal den Film "Hundeherz" (Собачье сердце) zu geniessen suchte, aber mangels deutscher Übersetzung frustriert war, der möge diesen blog verfolgen. Ein Wenig Glück und Persistenz seitens des Lizard vorausgesetzt, werde ich kommende Woche eigens übersetzte subtitles posten.)

Dienstag, 9. August 2011

losing my religion



Und peinlicher, erleuchteter, erhabener Weise habe ich den Song erst in dieser Version wirklich verstanden. Und wie ein Hammerschlag kam jenes Verständnis meiner Selbst, meiner noch gestern gegenwärtigen Vergangenheit. Nackenhaarsträubende, hodensackzwirbelnde Gänsehaut der quälend nachträglichen Erkenntnis... wie immer ;)

;) just can´t stop

just fucking love the acoustic versions...

Montag, 8. August 2011

Anouk.

"Genialer Song. Geniale Frau." Frau Mag. FH.

schreiben

Und Worte fallen, strömen, fliessen.
Gar keine Zeit es richtig zu geniessen
Vor lauter Sehen, Greifen, Zweifeln, Fliegen,
In ständiger Gefahr, sich selber zu erliegen -
Dem Gleiten, Reissen, Spielen der Gedanken -
Dabei zu wanken. Dabei zu erkranken.
Zu übeleben, um sich selbst zu danken.
Sich spiegeln in dem Wort - der Lohn
Und Preis zugleich, zurück bleibt nur der Hohn.

just due

Sieh, wie verrucht und heilig, magisch diese Zierde,
Wie leidenschaftlich jene Zeichen der Begierde:
Der Härte und der Sanftheit sauersüsses Spiel -
Der Körper, Blicke, Stimmen zärtlich Ziel,
So beiderseits und doch so unterschiedlich;
Komplementär und willig, zittrig, fickrig, lieblich.
 

Samstag, 2. Juli 2011

Homo sapiens.


Und doch sind wir so sehr verschieden,
Wie es Zwei nur könnten.

Beizeiten stellen wir uns wohl die gleichen Fragen,
Doch aus verschiednen Gründen, Nöten.

Wir finden gleiche Antworten so zwar,
Doch unterschiedlicher Bedeutung.

Wir leiden, lernen aus dem Leiden.
Gleichwohl nehmen wir mit nur das was uns erlöst.

Wir wählen jene Wahrheit nur zur Hoffnung,
Die uns ausmacht, prägt,

Die kompatibel ist mit jenem Zustand,
Der uns definiert.

So herrscht Verständnis zwischen unsren Seelen zwar,
Und Nähe prompt umschmeichelt unsre Herzen,

Doch Eins zu werden bleibt uns stets verwährt:
Wir sind Verwandte, doch auf eignen Wegen.

Die Sehnsucht, die wir beide stets verspüren,
Wird nie vergehen.

Wie sehr uns stets nach ihr verlangt,
Lässt sich wohl nie in Worte fassen:

Es ist die Resonanz, die wir für Liebe halten,
Die ewige Musik des Seins.

Doch eines Tages wird die Sonne, Stern und Ursprung,
Unsere Herzen baden in dem ewig Licht,

Wird Angst und Hoffnung konvergieren lassen
Im Begreifen, im Verstand, in Liebe, unentwegt.

Nur dann, in reflektivem Selbstverständnis
Wird beiden klar, was hier um uns geschieht;

Wird Weltraum, Kosmos, Gott, Erleuchtung, Segen
Uns lieb und teuer, gross, vergänglich sein.

Abseits religiöser Dogmen, Ansprüche und Regeln,
Fernab von Angst,  von Zweifel, von Verpflichtung

Wird uns das Leben, bis der Tod uns scheidet,
in seiner Schönheit, Reinheit, pure Freude schenken.





Frau Mag. FH hat gesagt:" Bauchig sein!"

Multae sunt causae bibendi.

Reisst auf und lasst ihn fliessen,
Der stolzen Rebe Saft.
Nicht um ihn zu geniessen,
Ich will, dass ihr ihn sauft!
Betrinkt euch mit dem Wein,
Berauschen soll er euch.
Nicht hadern mit dem Sein
Sollt ihr, frohlocket gleich!

Ist erst benebelt eitler Geist,
und spürt ihr, wie er euch entgleist,
So lächelt alsdann überein
Über den Geist, doch nicht den Wein.

Sonntag, 12. Juni 2011

Sternenstaub.

Eruption vom 07.06.11:



Im UV-Bereich noch späktakulärer:

Samstag, 4. Juni 2011

Das pure Sein.

"weißt du was mir gestern aufgefallen ist?
in deine augen zu schauen ist beinahe wie in einen spiegel zu blicken, ganz komisch, ein bisschen so als würde ich mich ansehen, aber eben dich ansehen, diese verbindung mit dir ist einfach unbegreiflich, unfassbar schön, so als wären wir...ich weiß auch nicht, irgendwie eins."